4. Ressentiments gegen die Anstellung Deutscher Vorgesetzter beeinflussen das Arbeitsklima negativ: NCBI erfasst und klärt die Situation.
Ein ländlicher Grossbetrieb stellt zum ersten
Mal eine Deutsche als Abteilungsleiterin an. Gerüchte und Unstimmigkeiten
erschweren die Zusammenarbeit, sind jedoch schwer zu erfassen.
Als Teil einer Begleitung der Unternehmung zum Thema „Diversity“
wurde eine vertrauliche Umfrage durchgeführt, die aufzeigte, dass sich
viele der einheimischen Mitarbeitenden fragten, warum nicht intern eine
Person befördert wurde. Eine interne Fortbildung mit Vertretungen aus
verschiedenen Abteilungen präsentierte eine Chance, diese Situation
zu klären. Es stellte sich heraus, dass kaum jemand wusste, dass sich
keine qualifizierten internen Mitarbeitenden für die Stelle beworben
hatten. Weiter wurde aufgedeckt, dass die Spannungen nicht primär wegen
der Sprache (Hochdeutsch) sondern vielmehr aufgrund des bekannten kulturell
unterschiedlichen „deutschen“ selbstsicheren Auftretens einerseits
und der „schweizerischen“ Bescheidenheit oder Rücksicht
andererseits aufgetaucht waren.
| Weiter gibt es einige kleine, jedoch wichtige Unterschiede in der deutschen und der schweizerischen Berufsausbildung, die zur Befürchtung führten, dass die Schweizer Ansätze allmählich abgewertet werden könnten, wenn deutsche Vorgesetzte angestellt werden. | ![]() |
Die Klärung der Situation befähigte die Betriebsleitung, Gerüchte zu lüften und die dahinter liegenden Ängste zu beruhigen. Weil diese Problemstellung als Teil einer breiteren Diversity Initiative in Angriff genommen wurde, konnte das Gelernte im ganzen Betrieb integriert werden.
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26.08.2010, webmaster


